EDNA: Marktkommunikation zügig von E-Mails auf AS4 umstellen

Der EDNA Bundesverband Energiemarkt & Kommunikation e.V. schlägt vor, die gesamte Marktkommunikation innerhalb der nächsten drei Jahre auf AS4 als Kommunikationsprotokoll und XML als Nachrichtenformat umzustellen. Die derzeit übliche E-Mail-Kommunikation, so die Kernaussage eines jetzt veröffentlichten Positionspapiers der EDNA-Projektgruppe “Geschäftsprozesse”, entspreche nicht mehr den Anforderungen an den Austausch elektronischer Nachrichten, dessen Volumen auch künftig weiter zunehmen wird. Ein Kernproblem ist dabei, dass bei E-Mails der Austausch asynchron erfolgt. Bei einem hohen Nachrichtenaufkommen kann hierbei nicht mehr garantiert werden, dass die Mails in der richtigen Reihenfolge beim Empfänger ankommen. Vor dem Hintergrund der wachsenden Anzahl zeitkritischer Prozesse kann dies zu schwerwiegenden Fehlern führen, da aufeinanderfolgende Schritte nicht mehr korrekt verarbeitet werden. “Mittelfristig wird auch der Endkunde mehr und mehr in die Prozesse und den Austausch der Energiedaten einbezogen werden. Über die Pull-Funktionalität von AS4 könnten hier auch sensible Informationen sicher und zuverlässig übermittelt werden”, beschreibt EDNA-Geschäftsführer Rüdiger Winkler einen weiteren Vorteil. Das Positionspapier kann unter www.edna-bundesverband.de heruntergeladen werden.

AS4 bietet ein hohes Maß an Datensicherheit, da die Nachrichten verschlüsselt, signiert und über einen WebService an den Empfänger geliefert werden. Dabei wird auch der automatischen Austausch der Zertifikate unterstützt, was die Betriebskosten deutlich senkt. Dieser Standard wurde auf Basis der ebXML Messaging Services 3.0 entwickelt. Dahinter steht ein Konsortium, dem unter anderem SAP, Oracle, Microsoft, IBM Apache, Hewlett-Packard oder Intel angehören. “AS4 ist ein Standard, der im Rahmen der Digitalisierung in vielen unterschiedlichen Branchen zum Einsatz kommt und bietet somit auch für die Transformation der Energiewirtschaft in Richtung Energie 4.0 eine zukunftsfähige Basis”, erklärt Rüdiger Winkler.

Werden AS4-Nachrichten versandt, erhält der Absender sofort eine Eingangsbestätigung. Damit wird sichergestellt, dass alle Meldungen in der richtigen Reihenfolge verarbeitet werden. Daneben können Nachrichten automatisch syntaktisch validiert und Formate geprüft werden. Zudem steht mit AS4 neben einer standardisierten Übertragung auch eine Pull-Funktion zur Verfügung, mit der Nachrichten auf Wunsch abgerufen werden können.  Auf diese Weise können aufbereitete Datenpakete für Endkunden bereitgestellt werden, die sich diese bei Bedarf selbst abholen. Entsprechende Anwendungsfälle zeichnen sich schon ab, wie etwa Daten-Display-Dienste im Rahmen der Rechnungsprüfung für intelligente Messsysteme.

Für den europäischen Gasmarkt wurde AS4 bereits als einheitliches Kommunikationsmittel verbindlich vorgeschrieben. Die Umstellung der einzelnen Länder ist derzeit im Gange. Eingeführt wird hier jedoch nicht der volle AS4-Standard, sondern ein vom Verband der Europäischen Fernleitungsnetzbetreiber ENTSOG definiertes Sub-Set. Dies hat den Vorteil, dass die Kommunikation via AS4 detailliert festgelegt und die Anbindung der verschiedenen Marktpartner somit standardisiert ist. Da der ENTSOG-AS4-Standard keine Gas-spezifischen Einschränkungen hat, ergibt sich jetzt die Chance, den Nachrichtenaustausch im Strom- und Gasmarkt auf dieselbe technologische Basis zu stellen.

Weitere Informationen:
EDNA Bundesverband Energiemarkt & Kommunikation e.V. 
Rüdiger Winkler – c/o ifed.Institut für Energiedienstleistungen GmbH
Blücherstr. 20a – D-79539 Lörrach
Tel.: +49 7621 16308 18 – Fax: +49 7621 5500 261
winkler(at)edna-bundesverband.de – www.edna-bundesverband.de 

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:
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EDNA-Start-up-Initiative zu Energie 4.0 startet durch

Die EDNA Start-up-Initiative stößt auf ein ausgesprochen großes Interesse bei jungen Unternehmen. Innerhalb von nur zwei Wochen haben sich zahlreiche interessierte Start-ups gemeldet. Die ersten drei wurden bereits in den EDNA Bundesverband Energiemarkt & Kommunikation e.V. aufgenommen. Dem Thema “Energie 4.0” nähern sich diese Unternehmen aus ganz unterschiedlichen Richtungen. 

Die technologische Basis für die Entwicklung von Anwendungen und Geschäftsmodellen für Energie 4.0 will beispielweise das junge Unternehmen M2MGO liefern. “Energie 4.0 hat ja noch nicht einmal richtig begonnen und kein Mensch weiß, wo der Weg letztendlich hinführen soll. Deswegen werden Technologien benötigt, die alle Wege offenhalten”, beschreibt Kevin-Louis Pawelke, Managing Partner der Berliner EmtoEmgo GmbH, den Status Quo. Mit seinen Lösungen lassen sich Business-Anwendungen für das “Internet-of-Things” entwickeln – ganz ohne klassische Programmierung. “EDNA ist für uns nicht nur Netzwerk, sondern auch Zielgruppe. Insofern ist diese Start-up-Initiative für uns doppelt wertvoll”, so Pawelke weiter. (https://www.m2mgo.com)

Die Messhelden der aventies GmbH, Berlin, verstehen sich auch als “Messdienst 4.0”: “Durch intelligente Zähler – also Digitalisierung und Internetanbindung – wird die volle Verbrauchstransparenz möglich. Der nächste Schritt besteht im weiteren Ausbau der Smart-Home-Anwendungen in Richtung Internet-of-Things”, so Geschäftsführer Simon Stürtz. Für ihn ist EDNA hierbei eine wichtige Plattform: “Offene Kommunikation ist entscheidend, wenn der Energiemarkt sich weiterentwickeln soll – sowohl zwischen den Unternehmen als auch zwischen deren Systemen. Gemeinsame Kommunikationsstandards oder festgelegte Schnittstellen sind ein wichtiger Schritt Richtung Energiewende.” (http://www.messhelden.com)

Das Kölner Start-up pixolus bietet Bilderkennungstechnologien, mit denen Daten schnell und einfach erfasst werden können, beispielsweise bei der Ablesung herkömmlicher oder digitaler Zähler mithilfe der App pixometer für iPhone und Android. Die Zählerstandserfassung kann aber auch als Software Development Kit (SDK) in Kunden-Apps und Workforce Management-Tools integriert werden. “Die Gründer von pixolus kommen aus unterschiedlichen Branchen. “Die EDNA-Start-up-Initiative ist für uns deswegen die ideale Möglichkeit, sich innerhalb der Energiewirtschaft besser zu vernetzen”, begrüßt Dr. Stefan Krausz die Möglichkeit, bei EDNA aktiv mitzuarbeiten. (http://pixolus.de)

Interessierte Unternehmen können sich weiterhin unter start-up@edna-bundesverband.de bewerben.

Weitere Informationen:
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