MaKoChain: Der Lieferantenwechsel in der Blockchain

Mit der MaKoChain zeigt die Blockchain-Initiative Energie (BCI-E) auf der E-world 2019 in einem Live-Szenario am Beispiel des Lieferantenwechsels, wie sich die Marktprozesse in der Energiewirtschaft künftig auf Basis der Blockchain-Technologie abbilden lassen könnten. Zuvor hatte die BCI-E den Prozess gegen den im Sommer 2018 vorgestellten Entscheidungsbaum abgeglichen.

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Erneuerbare Energien: „Regional ist das neue Bio“

„Laufen lernen – die Erneuerbaren Energien nach dem Ende der EEG-Förderung“, so lautete der Titel des 6. EDNA-Kamingesprächs am 14. November 2018 in Würzburg. Das Fazit: Gut aufgestellt ist die Photovoltaik, für man-ches Windrad wird es eng und Biogas wird es sehr schwer haben. Große Chancen bietet nach Ansicht aller Podiumsteilnehmer die regionale Vermarktung, denn „Regional ist das neue Bio“.

Gute Chancen für Photovoltaik

„Ich hoffe, dass die Erneuerbaren das Laufen lernen, denn sonst wären unsere Investitionen in das Netz vergebens gewesen“, erklärte Gerd Bock, Vorstand der Überlandzentrale Mainfranken. Denn während er 2007 noch mit drei Umspannwerken im Netzgebiet auskam, stieg deren Zahl bis heute auf sechs, um all die neuen, kleinen Erzeugungsanlagen ans Netz bekommen zu können. Diese Erwartung gilt auch für Pascal Lang, Energiemanager im Landkreis Altötting, dem Landkreis mit dem höchsten Energiebedarf pro Einwohner in Deutschland. „Früher sagte man, ein Atomkraftwerk läuft nur für Altötting, heute haben wir aber auch 63 Biogas- sowie 9.000 PV-Anlagen am Netz. Erstere müssen wir im Netz halten, auch wenn es für Biogas schwierig werden könnte“. Gute Chancen sehen er und alle Mitdiskutanten für die Photovoltaik. Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, könne hier schon jetzt fast zu Marktpreisen Strom erzeugt werden, wobei die Kosten sich in den kommenden Jahren weiter nach unten entwickeln werden. Bei Windkraft sieht es schon schlechter aus. „Viele Anlagenbetreiber lassen derzeit Weiterbetreibungsgutachten anfertigen. Ich gehe davon aus, dass zahlreiche Altanlagen noch bis zu fünf Jahren am Netz bleiben können. Aber danach droht ein signifikanter Rückbau“, fasste Thomas Pflanzl, Key Account Manager bei Grünstrom & Windkraft bei der Verbund AG, seine Erwartungen zusammen.

Erneuerbare Energien beim EDNA-Kamingespräch

Neues Marktdesign gefordert

Für Prof. Jens Strüker von der Hochschule Fresenius hängt die Zukunft der Erneuerbaren deswegen vor allem von einem komplett neuen Marktdesign ab: „Seit ein paar Jahren hat sich hier rein gar nichts mehr getan. Zwar wird es künftig durch Technologieeinsatz neue Freiheitsgrade geben. Aber ohne eine echte Integration der Erneuerbaren in den Markt wird es nicht gehen“, so seine Aussage. Dabei müssen vor allem auch die regionalen Strommärkte im Fokus stehen, sagte Thomas Oppelt, Leiter Lokale und neue Strommärkte der Bayernwerk AG. „Wir müssen Wege bereiten, um lokale Energieträger besser vor Ort nutzen zu können. Denn ‘Regional‘ ist das neue ‚Bio‘. Kunden kaufen zunehmend gerne vor Ort, wie etwa im Hofladen um die Ecke oder auf dem Wochenmarkt”,so seine Erfahrungen.

Mehr Begeisterung für Erneuerbare Energien nötig

Einig waren sich am Ende alle, dass die Erneuerbaren Energien wieder verstärkt in den Fokus der Politik rücken müssten. „Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer“, zitierte Gerd Bock den Schriftsteller Antoine de Saint-Exupéry. Nur mit mehr Begeisterung ließen sich die ursprünglich gesteckten Ziele auch tatsächlich erreichen.

Auf dem Titelbild v.l.n.r.: Thomas Oppelt, Leiter lokale und neue Strommärkte AG, Prof. Jens Strüker, Hochschule Fresenius, Moderator Bernhard Mildebrath, Schleupen AG, Thomas Pflanzl, Key Account Manager, Grünstrom & Windkraft, Verbund AG, Pascal Lang, Energiemanager Landkreis Altötting, Gerd Bock, Vorstand der Überlandzentrale Lülsfeld

Weitere Informationen:
EDNA Bundesverband Energiemarkt & Kommunikation e.V.
Rüdiger Winkler – c/o ifed.Institut für Energiedienstleistungen GmbH
Blücherstr. 20a – D-79539 Lörrach
Tel.: +49 7621 16308 18 – Fax: +49 7621 5500 261
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Der EDNA Bundesverband Energiemarkt & Kommunikation e.V. ist die Vereinigung von Softwareherstellern, Unternehmensberatern, IT-Dienstleistern und Unternehmen aus der Energiewirtschaft. Ziel von EDNA ist es, die Unternehmen bei der Transformation der Energiemärkte hin zu „Energie 4.0“ zu unterstützen. Dabei stehen die Bereiche Strukturierung, Standardisierung und Information im Vordergrund. Gleichzeitig unterstützt EDNA auch weiterhin die Automatisierung der Kommunikation sowie die Interoperabilität der Geschäftsprozesse zwischen den Marktpartnern in der Energiewirtschaft. Vor diesem Hintergrund agiert der EDNA Bundesverband Energiemarkt & Kommunikation e.V. auch als Interessenvertreter seiner Mitglieder gegenüber anderen Verbänden sowie den politischen Institutionen. Hier steht zudem die aktive Mitarbeit in den entsprechenden Gremien im Fokus.

Folgende Unternehmen/ Organisationen sind derzeit Mitglieder des EDNA Bundesverband Energiemarkt & Kommunikation e.V. bzw. der Blockchain-Initiative Energie:
Adesso AG, AKTIF Technology GmbH, ArcMind Technologies GmbH, Aventis GmbH/Messhelden, Arvato Systems, Blockfinity, AVU Akti-engesellschaft für Versorgungs-Unternehmen, Brady Energy AG (UK), BTC Business Technology Consulting AG, Compello GmbH, cortility GmbH, Discovergy GmbH, DMS GmbH, DNV GL, EmtoEmgo GmbH, EBSnet eEnergy Software GmbH, ECONES, EDEKA Versorgungs-ges. mbH, EnergyCortex GmbH, ene’t GmbH, enmore consulting AG, ENSECO GmbH, FACTUR Billing Solutions GmbH, Fraunhofer-Anwendungszentrum Systemtechnik (AST), GETEC Daten- und Abrechnungsmanagement GmbH, GISA GmbH, GÖRLITZ AG, HAKOM EDV Dienstleistungsges.m.b.H., HSAG Heidelberger Services Aktiengesellschaft, innit GmbH, InterSystems GmbH, IVU Informationssys-teme GmbH, IVU Softwareentwicklung GmbH, Kisters AG, Klafka & Hinz Energie- und Informations-Systeme GmbH, m2mgo, make IT GmbH, Meine-Energie GmbH, msu solutions GmbH, numetris AG, Pioneer Solutions LLC, pixolus GmbH, phi-Consulting GmbH, Pioneer Solutions LLC, Powercloud GmbH, ProCom GmbH, PSI AG, QSC AG, regiocom GmbH, regio IT, Robotron Datenbank-Software GmbH, Sagemcom Fröschl GmbH, SAP-SE, Schleupen AG, SEEBURGER AG, SIV.AG, Seven2one Informationssysteme GmbH, SOPTIM AG, Stadtwerke Schwäbisch Hall GmbH, Telefonica Deutschland, T-Systems International GmbH, Topcom Kommunikationssysteme GmbH, Wilken GmbH.

Assoziierte Mitglieder BCI-E:
FfE – Forschungsstelle für Energiewirtschaft, Gridsingularity, Reutlinger Energiezentrum (REZ) an der Hochschule Reutlingen, Forschungs-stelle für Energiewirtschaft (FfE), offis – Institut für Informatik, Oldenburg, Hochschule Fresenius · Fachbereich Wirtschaft & Medien, Prof. Dr. Jens Strüker, Noerr und Partner, Berlin

Die Vorträge des EDNA-Fachtreffens zum Download verfügbar

EDNA-Fachtreffen am 15. November 2018 von 9.00 bis 12.30 Uhr

 „Marktkommunikation der Zukunft“

Marktkommunikation 2020 – Festlegung zum „Zwischen-Zielmodell“
Gregor Scholtyschyk, Schleupen AG
AS4 – kommt der Systemwechsel?
Ralf Teutsch, Robotron Datenbank Software GmbH
MaKo-Chain – Marktkommunikation via Blockchain? Erste Ergebnisse der BCI-E 
Alexander Sommer, items GmbH, Leiter Team Technik BCI-E

6. EDNA-Kamingespräch und Fachtreffen 2018

Der EDNA-Bundesverband lädt ein zum traditionellen 6. Kamingespräch und Fachtreffen. Termin ist der 14.11., ab 18:00 Uhr und der 15.11. ab 9:00 Uhr in Würzburg. Nach der Podiumsdiskussion am 14.11. besteht Zeit für das Networking bei Fingerfood und erlesenen Getränken, beim Fachtreffen am 15.11. ist ein Imbiss vorgesehen (jeweils im Preis inbegriffen).

Sowohl zum Kamingespräch als auch für das Fachtreffen gibt es eine kostenlose App für Ihr Mobilgerät.

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Save-the-Date: 6. EDNA-Kamingespräch

Am 14. und 15. November 2018 veranstalten wir in Würzburg unser sechstes Kamingespräch. Die Location ist in diesem Jahr der “Kulturspeicher” in Würzburg. Wir beginnen am 14. November abends um 18:00 Uhr mit einer ca. 1,5 bis 2-stündigen Talk-Runde, an der prominente Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Behörden zu „brennenden“ Themen diskutieren. Dieses Jahr geht es um das Thema „Laufen lernen – die Erneuerbaren nach dem Ende der Förderung“. Die Runde wird wie immer moderiert durch Bernhard Mildebrath, Mitglied des Vorstands von EDNA. Für die Teilnehmer soll dabei herausgearbeitet werden, ob heutige EEG-geförderte Anlagen auch nach dem Auslaufen der Förderung ab 2020/2021 noch sinnvoll weiter betrieben werden können, welche Geschäftsmodelle denkbar sind und wie die Sicht der Politik, Wissenschaft, Verbraucher und der EVU auf diese Problematik ist.

EDNA-Fachtreffen

Der 15.11. ist den Fachthemen gewidmet. Hier wird es in diesem Jahr um das EDNA Kernthema „Marktkommunikation“ gehen. Von der Diskussion zum Zielmodell der MaKo in Deutschland ab 2020 über die ersten Ergebnisse der Arbeitsgruppe MaKo-Blockchain und neue Übertragungstechnologien in der MaKo reichen unsere Referate bis hin zum österreichischen Modell einer zentralen Marktkommunikation (EDA).

Unkostenbeitrag: 240,- € (bei EDNA-Mitgliedern ein Vertreter kostenlos, jeder weitere 160,- €)

Neue E-Rech-VO: EDNA fordert explizite Aufnahme von ZUGFeRD

Im neuen Entwurf der Verordnung über die elektronische Rechnungsstellung im öffentlichen Auftragswesen des Bundes (E-Rech-VO) ist derzeit nur das Format der XRechnung namentlich aufgeführt. Nach Ansicht des EDNA Bundesverbands Energiemarkt & Kommunikation e.V. stellt dieses Format jedoch einen deutschen Sonderweg dar und bietet zudem durch die Verwendung von UBL XML gegenüber dem von EDNA favorisierten ZUGFeRD-Format deutlich eingeschränkte Möglichkeiten. Denn ZUGFeRD, das in der kommenden Version auf europäischer Ebene den Namen Factur X erhält, basiert auf UN/CEFACT XML, über das die Prozesse deutlich besser abgebildet werden können. Es ist ein hybrides Format, das aus einem PDF- und einem XML-Teil besteht: Die Datei kann damit wie eine herkömmliche Rechnung ausgedruckt aber auch direkt elektronisch weiterverarbeitet werden. „Aus unserer Sicht führt nur ein hybrides Format zu den erwarteten Kostensenkungen bei Behörden wie bei Bürgern. Zudem ist es nicht sinnvoll, wenn dem Bürger seine Energierechnung in einem anderen Rechnungsformat gestellt werden muss als gegenüber dem Bund oder anderen öffentlichen Rechnungsempfängern”, begründet Dirk Heinze, Präsident des EDNA Bundesverband Energiemarkt & Kommunikation e.V., die Stellungnahme des Verbands an das Bundesministerium des Innern.

Auch hinsichtlich der Umweltgesichtspunkte bietet das ZUGFeRD-Format aus Sicht von EDNA eindeutige Vorteile. „Aktuell werden weit über 90 Prozent aller Energierechnungen auf Papier gedruckt. Die Chance, Energieversorger zu einer elektronischen Rechnungsstellung in einem für privaten Endkunden lesbaren Format zu bewegen, wäre durch die Verabschiedung der Verordnungsvorlage und den Verzicht auf ein hybrides Rechnungsformat auf fatale Weise vertan. Zudem würde der bestehende Medienbruch aus Drucken, Scannen, Archivieren und Recycling für die kommenden Jahre mit Ausnahme des Bundes zementiert”, erklärt Dirk Heinze. „Vielmehr sollte jetzt die Chance genutzt und die gemeinsamen Bemühungen der Wirtschaft für ein paneuropäisches Rechnungsformat aufgriffen werden. Dieses ist durch seine Universalität und der zu erwartenden Akzeptanz bei den Bürgern der europäischen Gemeinschaft besser geeignet, mehr Einheitlichkeit zu schaffen, als nationale als national Sonderwege anderer Mitgliedsstaaten durch einen deutschen Sonderweg zu bestätigen.”

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BCI-E veröffentlicht Entscheidungsbaum für Blockchain

Trotz allen Hypes: Die Blockchain-Technologie bietet nicht per se für jeden möglichen Anwendungsfall Vorteile gegenüber bestehenden Technologien. Deswegen hat das Team „Markt” in der Blockchain-Initiative Energie (BCI-E) jetzt einen Entscheidungsbaum veröffentlicht, mit dessen Hilfe untersucht werden kann, ob der Einsatz der Blockchain für einen bestimmten Anwendungsfall sinnvoll ist oder nicht. Entwickelt wurde er auf Basis der Erfahrungen, die mit dieser neuen Technologie bei Projekten in aller Welt gemacht wurden.

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20 Jahre Energie-Wettbewerb … und die Stadtwerke leben noch

Unterzeichnung der VV II am 13.12.1999

Vorausgesagt wurde das große Stadtwerke-Sterben, sobald der Wettbewerb in der Energiewirtschaft eingeführt würde. Das ist nachweislich nicht eingetreten. Aus Sicht des EDNA-Bundesverbands Energiemarkt & Kommunikation e.V. war die Liberalisierung ein Erfolg. Heute funktioniert der Markt – nicht zuletzt dank der Standardisierung der Marktprozesse, die EDNA aktiv mitgestaltet hat. Rüdiger Winkler, Geschäftsführer des EDNA Bundesverbands Energiemarkt & Kommunikation, der schon am 22. Mai 1998 bei der finalen Unterschrift unter die Verbändevereinbarung I mit dabei war – damals auf Seiten des VDEW – blickt zurück.

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Blockchain: Die Disruption kommt später

„Wenn es eine Erkenntnis dieses Tages gibt, dann die, dass die Disruption durch die Blockchain noch nicht sofort kommen wird“, fasst Rüdiger Winkler, Geschäftsführer des EDNA Bundesverbands Energie-wirtschaft & Kommunikation e.V., die Aussagen auf dem EDNA-Fachtreffen zusammen, das am 21. März 2018 im Karlsruher Schloss stattfand. In den Vorträgen zur „Blockchain in der Energiewirtschaft“ wurde das Thema aus technologischer, rechtlicher und praxisorientierter Sicht genauer beleuchtet. In der anschließenden Mitgliederversammlung bestätigte das Plenum dann den bisherigen EDNA-Vorstand im Amt. Für den ausgeschiedenen Zoran Petrovic (Powercloud) wurde Richard Plum von der ProCom GmbH neu gewählt, der am Vortag auch zum Vorsitzenden der Blockchain-Initiative Energie bestimmt worden war.

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Die Exposés zum 10. EDNA-Presserundgang auf der E-world 2018

Erneut stieß der alljährliche EDNA-Presserundgang auf der E-world 2018 in Essen auf großes Interesse bei der Fachpresse. Thematisch war das Spektrum in diesem Jahr besonders groß: Es reichte von den Prozessen in der Strombörse EEX über ein Mieterstromprojekt bis hin zum digitalen Asset Management mithilfe der Augmented Reality (AR).

Die ausführlichen Inhalte können Sie hier nachlesen:

EDNA-Presserundgang_E-world_2018-Inhalt