MaKoChain: Der Lieferantenwechsel in der Blockchain

Mit der MaKoChain zeigt die Blockchain-Initiative Energie (BCI-E) auf der E-world 2019 in einem Live-Szenario am Beispiel des Lieferantenwechsels, wie sich die Marktprozesse in der Energiewirtschaft künftig auf Basis der Blockchain-Technologie abbilden lassen könnten. Zuvor hatte die BCI-E den Prozess gegen den im Sommer 2018 vorgestellten Entscheidungsbaum abgeglichen.

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Erneuerbare Energien: „Regional ist das neue Bio“

„Laufen lernen – die Erneuerbaren Energien nach dem Ende der EEG-Förderung“, so lautete der Titel des 6. EDNA-Kamingesprächs am 14. November 2018 in Würzburg. Das Fazit: Gut aufgestellt ist die Photovoltaik, für man-ches Windrad wird es eng und Biogas wird es sehr schwer haben. Große Chancen bietet nach Ansicht aller Podiumsteilnehmer die regionale Vermarktung, denn „Regional ist das neue Bio“.

Gute Chancen für Photovoltaik

„Ich hoffe, dass die Erneuerbaren das Laufen lernen, denn sonst wären unsere Investitionen in das Netz vergebens gewesen“, erklärte Gerd Bock, Vorstand der Überlandzentrale Mainfranken. Denn während er 2007 noch mit drei Umspannwerken im Netzgebiet auskam, stieg deren Zahl bis heute auf sechs, um all die neuen, kleinen Erzeugungsanlagen ans Netz bekommen zu können. Diese Erwartung gilt auch für Pascal Lang, Energiemanager im Landkreis Altötting, dem Landkreis mit dem höchsten Energiebedarf pro Einwohner in Deutschland. „Früher sagte man, ein Atomkraftwerk läuft nur für Altötting, heute haben wir aber auch 63 Biogas- sowie 9.000 PV-Anlagen am Netz. Erstere müssen wir im Netz halten, auch wenn es für Biogas schwierig werden könnte“. Gute Chancen sehen er und alle Mitdiskutanten für die Photovoltaik. Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, könne hier schon jetzt fast zu Marktpreisen Strom erzeugt werden, wobei die Kosten sich in den kommenden Jahren weiter nach unten entwickeln werden. Bei Windkraft sieht es schon schlechter aus. „Viele Anlagenbetreiber lassen derzeit Weiterbetreibungsgutachten anfertigen. Ich gehe davon aus, dass zahlreiche Altanlagen noch bis zu fünf Jahren am Netz bleiben können. Aber danach droht ein signifikanter Rückbau“, fasste Thomas Pflanzl, Key Account Manager bei Grünstrom & Windkraft bei der Verbund AG, seine Erwartungen zusammen.

Erneuerbare Energien beim EDNA-Kamingespräch

Neues Marktdesign gefordert

Für Prof. Jens Strüker von der Hochschule Fresenius hängt die Zukunft der Erneuerbaren deswegen vor allem von einem komplett neuen Marktdesign ab: „Seit ein paar Jahren hat sich hier rein gar nichts mehr getan. Zwar wird es künftig durch Technologieeinsatz neue Freiheitsgrade geben. Aber ohne eine echte Integration der Erneuerbaren in den Markt wird es nicht gehen“, so seine Aussage. Dabei müssen vor allem auch die regionalen Strommärkte im Fokus stehen, sagte Thomas Oppelt, Leiter Lokale und neue Strommärkte der Bayernwerk AG. „Wir müssen Wege bereiten, um lokale Energieträger besser vor Ort nutzen zu können. Denn ‘Regional‘ ist das neue ‚Bio‘. Kunden kaufen zunehmend gerne vor Ort, wie etwa im Hofladen um die Ecke oder auf dem Wochenmarkt”,so seine Erfahrungen.

Mehr Begeisterung für Erneuerbare Energien nötig

Einig waren sich am Ende alle, dass die Erneuerbaren Energien wieder verstärkt in den Fokus der Politik rücken müssten. „Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer“, zitierte Gerd Bock den Schriftsteller Antoine de Saint-Exupéry. Nur mit mehr Begeisterung ließen sich die ursprünglich gesteckten Ziele auch tatsächlich erreichen.

Auf dem Titelbild v.l.n.r.: Thomas Oppelt, Leiter lokale und neue Strommärkte AG, Prof. Jens Strüker, Hochschule Fresenius, Moderator Bernhard Mildebrath, Schleupen AG, Thomas Pflanzl, Key Account Manager, Grünstrom & Windkraft, Verbund AG, Pascal Lang, Energiemanager Landkreis Altötting, Gerd Bock, Vorstand der Überlandzentrale Lülsfeld

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Der EDNA Bundesverband Energiemarkt & Kommunikation e.V. ist die Vereinigung von Softwareherstellern, Unternehmensberatern, IT-Dienstleistern und Unternehmen aus der Energiewirtschaft. Ziel von EDNA ist es, die Unternehmen bei der Transformation der Energiemärkte hin zu „Energie 4.0“ zu unterstützen. Dabei stehen die Bereiche Strukturierung, Standardisierung und Information im Vordergrund. Gleichzeitig unterstützt EDNA auch weiterhin die Automatisierung der Kommunikation sowie die Interoperabilität der Geschäftsprozesse zwischen den Marktpartnern in der Energiewirtschaft. Vor diesem Hintergrund agiert der EDNA Bundesverband Energiemarkt & Kommunikation e.V. auch als Interessenvertreter seiner Mitglieder gegenüber anderen Verbänden sowie den politischen Institutionen. Hier steht zudem die aktive Mitarbeit in den entsprechenden Gremien im Fokus.

Folgende Unternehmen/ Organisationen sind derzeit Mitglieder des EDNA Bundesverband Energiemarkt & Kommunikation e.V. bzw. der Blockchain-Initiative Energie:
Adesso AG, AKTIF Technology GmbH, ArcMind Technologies GmbH, Aventis GmbH/Messhelden, Arvato Systems, Blockfinity, AVU Akti-engesellschaft für Versorgungs-Unternehmen, Brady Energy AG (UK), BTC Business Technology Consulting AG, Compello GmbH, cortility GmbH, Discovergy GmbH, DMS GmbH, DNV GL, EmtoEmgo GmbH, EBSnet eEnergy Software GmbH, ECONES, EDEKA Versorgungs-ges. mbH, EnergyCortex GmbH, ene’t GmbH, enmore consulting AG, ENSECO GmbH, FACTUR Billing Solutions GmbH, Fraunhofer-Anwendungszentrum Systemtechnik (AST), GETEC Daten- und Abrechnungsmanagement GmbH, GISA GmbH, GÖRLITZ AG, HAKOM EDV Dienstleistungsges.m.b.H., HSAG Heidelberger Services Aktiengesellschaft, innit GmbH, InterSystems GmbH, IVU Informationssys-teme GmbH, IVU Softwareentwicklung GmbH, Kisters AG, Klafka & Hinz Energie- und Informations-Systeme GmbH, m2mgo, make IT GmbH, Meine-Energie GmbH, msu solutions GmbH, numetris AG, Pioneer Solutions LLC, pixolus GmbH, phi-Consulting GmbH, Pioneer Solutions LLC, Powercloud GmbH, ProCom GmbH, PSI AG, QSC AG, regiocom GmbH, regio IT, Robotron Datenbank-Software GmbH, Sagemcom Fröschl GmbH, SAP-SE, Schleupen AG, SEEBURGER AG, SIV.AG, Seven2one Informationssysteme GmbH, SOPTIM AG, Stadtwerke Schwäbisch Hall GmbH, Telefonica Deutschland, T-Systems International GmbH, Topcom Kommunikationssysteme GmbH, Wilken GmbH.

Assoziierte Mitglieder BCI-E:
FfE – Forschungsstelle für Energiewirtschaft, Gridsingularity, Reutlinger Energiezentrum (REZ) an der Hochschule Reutlingen, Forschungs-stelle für Energiewirtschaft (FfE), offis – Institut für Informatik, Oldenburg, Hochschule Fresenius · Fachbereich Wirtschaft & Medien, Prof. Dr. Jens Strüker, Noerr und Partner, Berlin

Neue E-Rech-VO: EDNA fordert explizite Aufnahme von ZUGFeRD

Im neuen Entwurf der Verordnung über die elektronische Rechnungsstellung im öffentlichen Auftragswesen des Bundes (E-Rech-VO) ist derzeit nur das Format der XRechnung namentlich aufgeführt. Nach Ansicht des EDNA Bundesverbands Energiemarkt & Kommunikation e.V. stellt dieses Format jedoch einen deutschen Sonderweg dar und bietet zudem durch die Verwendung von UBL XML gegenüber dem von EDNA favorisierten ZUGFeRD-Format deutlich eingeschränkte Möglichkeiten. Denn ZUGFeRD, das in der kommenden Version auf europäischer Ebene den Namen Factur X erhält, basiert auf UN/CEFACT XML, über das die Prozesse deutlich besser abgebildet werden können. Es ist ein hybrides Format, das aus einem PDF- und einem XML-Teil besteht: Die Datei kann damit wie eine herkömmliche Rechnung ausgedruckt aber auch direkt elektronisch weiterverarbeitet werden. „Aus unserer Sicht führt nur ein hybrides Format zu den erwarteten Kostensenkungen bei Behörden wie bei Bürgern. Zudem ist es nicht sinnvoll, wenn dem Bürger seine Energierechnung in einem anderen Rechnungsformat gestellt werden muss als gegenüber dem Bund oder anderen öffentlichen Rechnungsempfängern”, begründet Dirk Heinze, Präsident des EDNA Bundesverband Energiemarkt & Kommunikation e.V., die Stellungnahme des Verbands an das Bundesministerium des Innern.

Auch hinsichtlich der Umweltgesichtspunkte bietet das ZUGFeRD-Format aus Sicht von EDNA eindeutige Vorteile. „Aktuell werden weit über 90 Prozent aller Energierechnungen auf Papier gedruckt. Die Chance, Energieversorger zu einer elektronischen Rechnungsstellung in einem für privaten Endkunden lesbaren Format zu bewegen, wäre durch die Verabschiedung der Verordnungsvorlage und den Verzicht auf ein hybrides Rechnungsformat auf fatale Weise vertan. Zudem würde der bestehende Medienbruch aus Drucken, Scannen, Archivieren und Recycling für die kommenden Jahre mit Ausnahme des Bundes zementiert”, erklärt Dirk Heinze. „Vielmehr sollte jetzt die Chance genutzt und die gemeinsamen Bemühungen der Wirtschaft für ein paneuropäisches Rechnungsformat aufgriffen werden. Dieses ist durch seine Universalität und der zu erwartenden Akzeptanz bei den Bürgern der europäischen Gemeinschaft besser geeignet, mehr Einheitlichkeit zu schaffen, als nationale als national Sonderwege anderer Mitgliedsstaaten durch einen deutschen Sonderweg zu bestätigen.”

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20 Jahre Energie-Wettbewerb … und die Stadtwerke leben noch

Unterzeichnung der VV II am 13.12.1999

Vorausgesagt wurde das große Stadtwerke-Sterben, sobald der Wettbewerb in der Energiewirtschaft eingeführt würde. Das ist nachweislich nicht eingetreten. Aus Sicht des EDNA-Bundesverbands Energiemarkt & Kommunikation e.V. war die Liberalisierung ein Erfolg. Heute funktioniert der Markt – nicht zuletzt dank der Standardisierung der Marktprozesse, die EDNA aktiv mitgestaltet hat. Rüdiger Winkler, Geschäftsführer des EDNA Bundesverbands Energiemarkt & Kommunikation, der schon am 22. Mai 1998 bei der finalen Unterschrift unter die Verbändevereinbarung I mit dabei war – damals auf Seiten des VDEW – blickt zurück.

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Blockchain: Die Disruption kommt später

„Wenn es eine Erkenntnis dieses Tages gibt, dann die, dass die Disruption durch die Blockchain noch nicht sofort kommen wird“, fasst Rüdiger Winkler, Geschäftsführer des EDNA Bundesverbands Energie-wirtschaft & Kommunikation e.V., die Aussagen auf dem EDNA-Fachtreffen zusammen, das am 21. März 2018 im Karlsruher Schloss stattfand. In den Vorträgen zur „Blockchain in der Energiewirtschaft“ wurde das Thema aus technologischer, rechtlicher und praxisorientierter Sicht genauer beleuchtet. In der anschließenden Mitgliederversammlung bestätigte das Plenum dann den bisherigen EDNA-Vorstand im Amt. Für den ausgeschiedenen Zoran Petrovic (Powercloud) wurde Richard Plum von der ProCom GmbH neu gewählt, der am Vortag auch zum Vorsitzenden der Blockchain-Initiative Energie bestimmt worden war.

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Blockchain-Initiative Energie startet durch

Die Blockchain-Initiative Energie im EDNA Bundesverband Energiemarkt & Kommunikation e.V. hat sich aus dem Stand zu einer der größten Interessensvertretungen für den Einsatz dieser Technologie im deutschsprachigen Raum entwickelt. So nahmen insgesamt 30 Unternehmen an der Auftaktveranstaltung am 17. Januar 2018 im Blockchain-Hotel in Essen teil. 26 von ihnen haben bereits ihren Beitritt zur Blockchain-Initiative Energie (BCI-E) erklärt. Auf der konstituierenden Sitzung wurden auch die ersten Aufgabenfelder definiert. So will sich die Initiative zunächst auf die Entwicklung eines Show-Cases, die Analyse der Auswirkungen der Blockchain auf die bestehenden Markt(rollen)modelle sowie auf Fragen der Regulierung konzentrieren. Erste Ergebnisse sollen auf dem EDNA-Fachtreffen am 21. März 2018 in Berlin vorgestellt werden. Zwischenzeitlich will die Initiative auf ihrer neuen Website http://blockchain-initiative.de laufend über ihre Arbeit informieren.

Chancen der Blockchain

Im ersten Teil des Treffens in Essen berichtete die Forschungsstelle Energiewirtschaft, München, über ihre laufende Studie zu den Chancen der Blockchain in der Energiewirtschaft. In dem Projekt werden in einem dreistufigen Prozess (Vorstudie – Initiierungsphase – ggf. Umsetzung im Feldver-such) die wissenschaftlichen und praktischen Herausforderungen bzgl. der Umsetzung von Blockchain-Projekten evaluiert und in einen energiewirt-schaftlichen Kontext eingeordnet. Blockinfinity aus Karlsruhe griff das Thema im Anschluss aus der Sicht eines aufstrebenden Start-ups auf. Inhalt war der gegenwärtige Stand des Einsatzes der Blockchain-Technologie in der Energiewirtschaft. Das dabei diskutierte Problem des Datenschutzes sollte nach Einschätzung der Experten bis Anfang kommenden Jahres aufgrund neuerer technologischer Entwicklungen gelöst sein. “Die Mitglieder der Blockchain-Initiative Energie sind Pioniere, die die Gelegenheit haben, die zukünftige Energiewirtschaft mitzugestalten”, so Rüdiger Winkler, Koordinator der BCI-E in seinem Schlusswort zur Veranstaltung.

Mitglieder der Blockchain-Initiative Energie sind AKTIF Technology GmbH, ArcMind GmbH, arvato systems, perdata GmbH, Blockinfinity, compello GmbH, cortility GmbH, DMS GmbH, enmore consulting AG, Fraunhofer iosb, Goerlitz AG, Kisters AG, Procom GmbH, regio IT GmbH, regiocom GmbH, rku.it, Robotron GmbH, Schleupen AG, Seeburger AG, seven2one GmbH, SOPTIM AG, Stadtwerke Schwäbisch Hall, T-Systems GmbH, Wilken GmbH sowie als assoziierte Mitglieder GridSingularity und die Hochschule Reutlingen

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2. Energie-Trilog: Von der GridChain bis zum Rollout

In Deutschland hat der EDNA Bundesverband Energiemarkt & Kommunikation e.V. seine Blockchain Initiative Energie gerade gegründet, in Österreich gibt es mit der GridChain bereits ein Simulationsprojekt für das Management der Regelenergie: Der Austausch zu Themen wie diesen stand im Fokus des 2. Energie-Trilogs, der Mitte Dezember 2017 in Wien beim diesjährigen Gastgeber Oesterreichs Energie stattfand. Auf Einladung von EDNA nahmen erneut Vertreter des Verbands Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen VSE, der Vereinigung Österreichischer Elektrizitätswerke VÖEW, von Oesterreichs Energie, des deutschen BDEW sowie verschiedenen EDNA-Mitglieder an diesem D-A-CH-Verbändetreffen teil.

Voneinander lernen

Neben dem GridChain-Projekt stand vor allem das „voneinander lernen” im Mittelpunkt des Treffens. So wurden beispielsweise die unterschiedlichen Herangehensweisen an das Thema Mieterstrom diskutiert. Während in Österreich der Netzbetreiber für die Verrechnung der Mitglieder einer Gemeinschaft für den Eigenverbrauch verantwortlich ist und die Kosten dafür auch in Rechnung stellen darf, ist für den deutschen Netzbetreiber alles hinter dem Netzübergabepunkt eine Black-Box. Auch ist in Österreich eine solche Gemeinschaft in der Regel auf ein Haus beschränkt, während in der Schweiz das jetzt verabschiedete totalrevidierte Energiegesetz den Anschluss anderer Gebäude zulässt. Auch wenn diese nicht am selben Übergabepunkt hängen – aus Sicht des VSE ein bedauerlicher Beitrag zur Entsolidarisierung bei der Finanzierung des Netzbetriebs. 
Dieses Gesetz, das schon zum 1. Januar 2018 in Kraft tritt, wird auch das Tempo beim Smart-Meter-Rollout in der Schweiz deutlich beschleunigen. Bereits in fünf Jahren soll eine Abdeckung von 80 Prozent bei den digitalen Zählern erreicht werden – nach Ansicht aller Teilnehmer ein ausgesprochen ehrgeiziges Ziel.

Plattform für Marktkommunikation

Mit etwas Neid schauten die Teilnehmer aus Deutschland und der Schweiz in Sachen Prozessstandardisierung und CyberSecurity auf Österreich. Denn dort wird beides nicht in erster Linie vom Gesetzgeber oder der Regulierungsbehörde vorangetrieben, sondern im Rahmen der gesetzten Rahmenbedingungen von der Branche selbst. So ist die österreichische Plattform für die Marktkommunikation EDA (Energiewirtschaftlicher Datenaustausch) inzwischen marktweit etabliert und akzeptiert. Die Definition der Marktprozesse für das Smart Metering ist bereits in der Finalisierung. Und mit der Austrian Energy CERT (AEC) ist ein brancheneigenes CERT (Computer Emergency Response Team) für die österreichische Elektrizitäts- und Erdgaswirtschaft bereits im Probebetrieb.

„Spannend war für uns alle, dass auch konkrete Fragen nach dem Motto: ‚Wie macht ihr denn das?’ diskutiert wurden. Denn das Tempo verläuft in den drei Energiemärkten durchaus unterschiedlich, so dass es tatsächlich die Möglichkeit gibt, vom anderen zu lernen. So gibt es beispielsweise jetzt zwischen dem Projekt GridChain und unserer Blockchain-Initiative Energie bereits konkrete Anknüpfungspunkte. Genau das macht diesen Energie-Trilog für die teilnehmenden Verbände und EDNA-Mitglieder so attraktiv”, fasst Rüdiger Winkler, Geschäftsführer des EDNA Bundesverbands Energiemarkt & Kommunikation e.V., den inhaltsreichen Tag in Wien zusammen.

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Flexibilität: Schnell regulatorische Maßnahmen ergreifen

Mit seinem neuen Fact-Sheet zu den „Flexibilitätsoptionen“ bringt der EDNA Bundesverband Energiemarkt & Kommunikation e.V. jetzt mehr Klarheit in dieses komplexe Thema. Auf insgesamt 15 Seiten erklärt die gleichnamige EDNA-Projektgruppe (PG), welche Optionen, aber auch welche Hemmnisse für die Flexibilisierung des Strommarktes bestehen. Diskutiert wird zudem, welche Randbedingungen erfüllt sein müssen, damit dessen Transformation zu einer Erfolgsstory und einer echten Chance für den Wirtschaftsstandort Deutschland wird.

„Um das Fundament für erfolgreiche Flexibilitätsoptionen zu schaffen, müssen schnellstmöglich regulatorische Maßnahmen ergriffen werden. EDNA sieht hier die vorgesehene Weiterentwicklung der Regelenergiemärkte als vordringlich an“, fasst Richard Plum von der ProCom GmbH und Vorsitzender der EDNA-PG „Flexibilitätsoptionen“ die Voraussetzungen zusammen. Zentrale Punkte sind dabei kleinere Mindestleistungen, kürzere Vorlaufzeiten sowie die Harmonisierung mit dem Intraday-Markt. „Ergänzend kann langfristig auf einfache Präqualifikationsmöglichkeiten für die Teilnahme von Windkraftwerken und Photovoltaikanlagen am Regelenergiemarkt ebenfalls nicht verzichtet werden“, so das Fazit.  Um die Flexibilitätsoptionen für kleinere Leistungen heben zu können, fordert der EDNA Bundesverband Energiemarkt & Kommunikation e.V. eine umgehende Vorlage der vorgesehenen Lastmanagementverordnung nach § 14a EnWG für die Niederspannung. Das neue Fact-Sheet steht unter www.edna-bundesverband.de frei zum Download zur Verfügung.

Im EDNA-Fact-Sheet werden die Potenziale der unterschiedlichen technischen Flexibiliätsoptionen wie etwa Lastmanagement, Speichersysteme oder die Steuerung dezentraler Anlagen einzeln untersucht. Im zweiten Teil werden dann Maßnahmen wie die Öffnung der Regelenergiemärte oder Anreizsysteme für das Privatkundensegment sowohl bei der Einspeisung als auch beim Verbrauch diskutiert.

Bis zum Jahr 2050 wird der Anteil erneuerbarer Energien an der gesamten Stromerzeugung (kWh) in Deutschland bei mindestens achtzig Prozent liegen. Die daraus resultierende Herausforderung besteht darin, dass ein Teil dieser Kapazitäten angebotsabhängig ist. Dies bedeutet, dass die Stromproduktion wetterbedingt fluktuiert. Es gibt Zeiten, in denen entweder die Stromerzeugung die gleichzeitige Nachfrage übersteigt oder aber die Stromerzeugung nicht ausreicht, um den gleichzeitigen Strombedarf zu decken – beispielsweise an wolkigen sowie windarmen kalten Wintertagen.
 Damit deutschlandweit die System- beziehungsweise Netzstabilität gewährleistet werden kann, muss zu jedem Zeitpunkt die Stromerzeugung gleich dem Stromverbrauch sein. (Flexibilität = |Stromverbrauch – Stromerzeugung|). Ändert sich eine Seite dieser Gleichung, muss die andere Seite nachziehen. Von Flexibilisierung wird gesprochen, sobald die Möglichkeit besteht, gezielt die Stromerzeugung oder den Stromverbrauch nach spezifischen Freiheitsgraden anzupassen.

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Zehn Jahre GPKE: Der Start war holprig

Genau vor zehn Jahren – am Mittwoch, den 1. August 2007 –fiel der Startschuss für den regelkonformen Betrieb der GPKE, der „Geschäftsprozesse zur Kundenbelieferung mit Elektrizität”. Damit war eines der großen Ziele der damaligen EDNA-Initiative – heute EDNA Bundesverband Energiemarkt und Kommunikation e.V. – erreicht: Die Standardisierung der Geschäftsprozesse zwischen den Marktpartnern und die Interoperabilität der beteiligten IT-Systeme. Mit dem auf GPKE aufbauenden Regelwerk für die Strom- und Gaswirtschaft wurde auch ein Geburtsfehler der Energiemarktliberalisierung behoben. Denn aus dem Fehlen solcher verbindlichen Geschäftsprozesse resultierten enorme Abwicklungsschwierigkeiten bei der Belieferung von akquirierten Kunden in den Netzgebieten integrierter Energieversorgungsunternehmen. Zur Belieferung dieser Kunden waren die Lieferanten auf die Ausgestaltung des „verhandelten Netzzugangs” gemäß einer Task Force Netzzugang beim BMWi sowie der sogenannten DuM-Richtlinie (Datenmanagement und Mengenbilanzierung) der Netzbetreiber angewiesen.

Der Start des elektronischen Datenaustausches nach GPKE verlief etwas holprig, aber weitgehend ruhig. Das ergab die damalige Umfrage der EDNA unter ihren Mitgliedsunternehmen. Die meisten Softwaresysteme konnten zwar bis zum Stichtag 1. August für die Vorgaben der Bundesnetzagentur fit gemacht und bei den Anwendern implementiert werden. Kritisiert wurde jedoch, dass bis kurz vor dem Stichtag noch Formatänderungen beziehungsweise -anpassungen vorgegeben worden seien, die nur mit sehr großen Anstrengungen umgesetzt werden konnten – ein Problem, das die EDNA-Mitgliedsunternehmen auch in den folgenden Jahren immer wieder beschäftigte.

Für die Unternehmen der Versorgungswirtschaft war der Standardprozess eine große Herausforderung. So berichteten EDNA-Mitglieder, dass es vor allem in der ersten Augusthälfte immer wieder zu Problemen beim Datenaustausch gekommen sei, weil die Marktteilnehmer die festgelegten MSCONS-Formate für den Austausch nicht konsequent korrekt verwendet hätten. Teilweise wurden sogar längst überholte Versionen oder gar CSV-Dateien versandt. Bis zum Start der zweiten Stufe mit den weiteren Marktprozessen etwa zur Rechnungslegung am 1. Oktober 2017 spielte sich dies jedoch ein.

An der Vorbereitung der branchenweiten Anwendung der GPKE hatten sich die EDNA-Initiative und ihre Mitglieder aktiv beteiligt und ihr IKT-Know-how sowie ihre Prozesskompetenz eingebracht. Inhaltlich ging es dabei beispielsweise um herstellerübergreifende IKT-Systemtests oder um Stellungnahmen zu den vielen, anfangs noch offenen Detailfragen, wie etwa der 1:1 Kommunikation oder der Prozessidentität. Auch die BNetzA entwickelte mit der Einführung von GPKE ihre Rolle im Energiemarkt weiter. In Erinnerung bleiben beispielsweise diverse Zwangsgeldandrohungen und -festsetzungen wegen nicht fristgerechter Anwendung der GPKE.

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MeLo/MaLo: EDNA befürwortet Stichtagsumsetzung

Der Termin zur Einführung der neuen Marktlokations-Identifikationsnummer (MaLo-ID) zum 1. Februar 2018 ist aus Sicht des EDNA Bundesverbands Energiemarkt & Kommunikation e.V. ausgesprochen unglücklich gewählt. Denn er fällt mitten in die arbeitsintensive Zeit der Jahresabrechnung und hätte ohne Not sicher auch auf den sonst üblichen Termin für Einführungs- und Änderungsstichtage wie den 1. April gelegt werden können. Dennoch plädiert EDNA für eine harte Stichtagsumsetzung. “Eine Übergangsregelung birgt immer die Gefahr eines ‚Schreckens ohne Ende’ in sich. Das zeigen die Erfahrungen aus der Vergangenheit wie etwa bei der Umstellung der komplexen Anlagen, also der unterspannungsseitigen Messung bei Mittelspannungs-Entnahmen”, stellt Rüdiger Winkler, Geschäftsführer des Bundesverbands Energiemarkt & Kommunikation e.V. fest. Am Termin selbst ist aus Sicht von EDNA nicht zu rütteln. Denn er ist auch in den Festlegungen der BNetzA zur GPKE/GeLi Gas und WiM explizit erwähnt. Eine Verschiebung ist ohne die Änderungen dieser Vorgaben nicht möglich.

Mit der Einführung der Begriffssystematik der Marktlokation ist die Bundesnetzagentur (BNetzA) dem Vorschlag des BDEW gefolgt, die Einführung der Systematik zur Markt- und Messlokation schon im Rahmen des Interimsmodells durchzuführen und dies nicht erst im Zielmodell zu tun. Da die Neuerungen zum Interimsmodell – einschließlich der Einführung der Marktlokationssystematik – bereits zum 1. Oktober 2017 wirksam werden, muss die Einführung der dazugehörigen ID-Systematik zeitnah erfolgen. Denn nur so können nach Auffassung der BNetzA die mit dem Interimsmodell festgelegten Prozesse für alle Marktbeteiligten handhabbar gemacht werden. Deshalb muss ab dem 1. Februar 2018 jeder Marktteilnehmer in der Marktkommunikation, unabhängig von der Rolle, ausschließlich die MaLo-ID als Identifikator von Marktlokationen oder Tranchen verwenden. Mit der Umstellung auf die Marktlokationssystematik kann jedoch schon zum 1. Oktober 2017 begonnen werden.

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