EDNA organisiert trinationales Verbändetreffen

Auf Initiative des EDNA Bundesverbands Energiemarkt & Kommunikation e.V. treffen sich alljährlich Vertreter der schweizer und österreichischen Energiewirtschaft mit EDNA und dessen Mitgliedern. Nach der erfolgreichen Auftaktveranstaltung im Dezember 2016 in München – Schwerpunkt Marktkommunikation, findet der Austausch heuer am 14. Dezember 2017 in Wien bei Österreichs Energie statt. Das Programm ist ambitioniert und bietet den Verbänden die Chance, Wissen aufzubauen, Kooperationen anzudenken und Netzwerke zu bilden.

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EDNA: Marktkommunikation zügig von E-Mails auf AS4 umstellen

Der EDNA Bundesverband Energiemarkt & Kommunikation e.V. schlägt vor, die gesamte Marktkommunikation innerhalb der nächsten drei Jahre auf AS4 als Kommunikationsprotokoll und XML als Nachrichtenformat umzustellen. Die derzeit übliche E-Mail-Kommunikation, so die Kernaussage eines jetzt veröffentlichten Positionspapiers der EDNA-Projektgruppe “Geschäftsprozesse”, entspreche nicht mehr den Anforderungen an den Austausch elektronischer Nachrichten, dessen Volumen auch künftig weiter zunehmen wird. Ein Kernproblem ist dabei, dass bei E-Mails der Austausch asynchron erfolgt. Bei einem hohen Nachrichtenaufkommen kann hierbei nicht mehr garantiert werden, dass die Mails in der richtigen Reihenfolge beim Empfänger ankommen. Vor dem Hintergrund der wachsenden Anzahl zeitkritischer Prozesse kann dies zu schwerwiegenden Fehlern führen, da aufeinanderfolgende Schritte nicht mehr korrekt verarbeitet werden. “Mittelfristig wird auch der Endkunde mehr und mehr in die Prozesse und den Austausch der Energiedaten einbezogen werden. Über die Pull-Funktionalität von AS4 könnten hier auch sensible Informationen sicher und zuverlässig übermittelt werden”, beschreibt EDNA-Geschäftsführer Rüdiger Winkler einen weiteren Vorteil. Das Positionspapier kann unter www.edna-bundesverband.de heruntergeladen werden.

AS4 bietet ein hohes Maß an Datensicherheit, da die Nachrichten verschlüsselt, signiert und über einen WebService an den Empfänger geliefert werden. Dabei wird auch der automatischen Austausch der Zertifikate unterstützt, was die Betriebskosten deutlich senkt. Dieser Standard wurde auf Basis der ebXML Messaging Services 3.0 entwickelt. Dahinter steht ein Konsortium, dem unter anderem SAP, Oracle, Microsoft, IBM Apache, Hewlett-Packard oder Intel angehören. “AS4 ist ein Standard, der im Rahmen der Digitalisierung in vielen unterschiedlichen Branchen zum Einsatz kommt und bietet somit auch für die Transformation der Energiewirtschaft in Richtung Energie 4.0 eine zukunftsfähige Basis”, erklärt Rüdiger Winkler.

Werden AS4-Nachrichten versandt, erhält der Absender sofort eine Eingangsbestätigung. Damit wird sichergestellt, dass alle Meldungen in der richtigen Reihenfolge verarbeitet werden. Daneben können Nachrichten automatisch syntaktisch validiert und Formate geprüft werden. Zudem steht mit AS4 neben einer standardisierten Übertragung auch eine Pull-Funktion zur Verfügung, mit der Nachrichten auf Wunsch abgerufen werden können.  Auf diese Weise können aufbereitete Datenpakete für Endkunden bereitgestellt werden, die sich diese bei Bedarf selbst abholen. Entsprechende Anwendungsfälle zeichnen sich schon ab, wie etwa Daten-Display-Dienste im Rahmen der Rechnungsprüfung für intelligente Messsysteme.

Für den europäischen Gasmarkt wurde AS4 bereits als einheitliches Kommunikationsmittel verbindlich vorgeschrieben. Die Umstellung der einzelnen Länder ist derzeit im Gange. Eingeführt wird hier jedoch nicht der volle AS4-Standard, sondern ein vom Verband der Europäischen Fernleitungsnetzbetreiber ENTSOG definiertes Sub-Set. Dies hat den Vorteil, dass die Kommunikation via AS4 detailliert festgelegt und die Anbindung der verschiedenen Marktpartner somit standardisiert ist. Da der ENTSOG-AS4-Standard keine Gas-spezifischen Einschränkungen hat, ergibt sich jetzt die Chance, den Nachrichtenaustausch im Strom- und Gasmarkt auf dieselbe technologische Basis zu stellen.

Weitere Informationen:
EDNA Bundesverband Energiemarkt & Kommunikation e.V. 
Rüdiger Winkler – c/o ifed.Institut für Energiedienstleistungen GmbH
Blücherstr. 20a – D-79539 Lörrach
Tel.: +49 7621 16308 18 – Fax: +49 7621 5500 261
winkler(at)edna-bundesverband.de – www.edna-bundesverband.de 

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:
Press’n’Relations GmbH – Uwe Pagel 
Magirusstr. 33 – D-89077 Ulm
Tel.: +49 731 96287-29 – Fax: +49 731 96287-97 
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EDNA fordert klare Roadmap für die Einführung von AS4 und XML in der Marktkommunikation

Zurzeit evaluiert der Verband der Europäischen Fernleitungsnetzbetreiber ENTSOG, ob AS4 als zukünftiges Kommunikationsprotokoll samt XML als Nachrichtenformat zum Einsatz kommen soll. Der EDNA Bundesverband Energiemarkt & Kommunikation e.V. begrüßt diese Idee, denn insbesondere mit Hilfe von AS4, einem auf dem http-Protokoll aufbauenden Kommunikationsprotokoll, könnte die Marktkommunikation künftig vereinfacht über Web-Services statt via E-Mail abgewickelt werden. Beide Umstellungen gleichzeitig umzusetzen ist nach Ansicht von EDNA jedoch nicht zielführend, weil der Aufwand dafür sowohl für die Software-Anbieter als auch für die Marktteilnehmer zu groß sei. Zudem müsse sichergestellt werden, dass sowohl die Prozesse der Marktkommunikation als auch die Formate und Protokolle bei Strom und Gas weitgehend einheitlich gehandhabt werden. “Wir befürworten deswegen einen verlässlichen, sinnvollen Zeitplan, der nicht nur auf die Implementierung bei den Übertragungsnetzbetreibern Rücksicht nimmt, sondern auch auf die Umstellung der Standardprodukte, die bei Lieferanten, Verteilnetzbetreibern oder Bilanzkreisverantwortlichen eingesetzt werden”, so EDNA-Geschäftsführer Rüdiger Winkler. Zudem sollte die Qualität der Kommunikation durch die Einführung einer unabhängigen Kontrollinstanz in Form einer Testmaschine rechtzeitig vor der “Entry into Force” sichergestellt werden. Diese muss sowohl die Einhaltung der Formate prüfen, als auch die korrekte Befolgung der Geschäftsprozesse bestätigen können.

Ein Umstieg auf AS4 und XML böte aus Sicht von EDNA Vorteile: Dazu gehört etwa die Möglichkeit, Nachrichten automatisch syntaktisch zu validieren und Formatprüfungen zu standardisieren. Damit wären diese Prüfungen nicht mehr von den Interpretationen der verschiedenen Hersteller abhängig. Zudem sei XML heute insbesondere den jüngeren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern deutlich vertrauter als EDIFACT. Somit könne die Fehleranfälligkeit der Marktprozesse weiter reduziert werden. “Die Einführung von XML führt aber auch zu einer Vervielfachung des Datenvolumens und zu einer steigenden Komplexität, etwa aufgrund der geforderten XML-Signaturen und -Verschlüsselungen”, beschreibt Rüdiger Winkler die Nachteile. Angesichts der Komplexität bezweifelt er deswegen eine schnelle flächendeckende Einführung von AS4 und XML und sieht eine klare Roadmap für eine Umstellung mit entsprechendem Vorlauf als unverzichtbar an.

Weitere Informationen:
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Rüdiger Winkler – c/o ifed.Institut für Energiedienstleistungen GmbH
Blücherstr. 20a – D-79539 Lörrach
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