Neue E-Rech-VO: EDNA fordert explizite Aufnahme von ZUGFeRD

Im neuen Entwurf der Verordnung über die elektronische Rechnungsstellung im öffentlichen Auftragswesen des Bundes (E-Rech-VO) ist derzeit nur das Format der XRechnung namentlich aufgeführt. Nach Ansicht des EDNA Bundesverbands Energiemarkt & Kommunikation e.V. stellt dieses Format jedoch einen deutschen Sonderweg dar und bietet zudem durch die Verwendung von UBL XML gegenüber dem von EDNA favorisierten ZUGFeRD-Format deutlich eingeschränkte Möglichkeiten. Denn ZUGFeRD, das in der kommenden Version auf europäischer Ebene den Namen Factur X erhält, basiert auf UN/CEFACT XML, über das die Prozesse deutlich besser abgebildet werden können. Es ist ein hybrides Format, das aus einem PDF- und einem XML-Teil besteht: Die Datei kann damit wie eine herkömmliche Rechnung ausgedruckt aber auch direkt elektronisch weiterverarbeitet werden. „Aus unserer Sicht führt nur ein hybrides Format zu den erwarteten Kostensenkungen bei Behörden wie bei Bürgern. Zudem ist es nicht sinnvoll, wenn dem Bürger seine Energierechnung in einem anderen Rechnungsformat gestellt werden muss als gegenüber dem Bund oder anderen öffentlichen Rechnungsempfängern”, begründet Dirk Heinze, Präsident des EDNA Bundesverband Energiemarkt & Kommunikation e.V., die Stellungnahme des Verbands an das Bundesministerium des Innern.

Auch hinsichtlich der Umweltgesichtspunkte bietet das ZUGFeRD-Format aus Sicht von EDNA eindeutige Vorteile. „Aktuell werden weit über 90 Prozent aller Energierechnungen auf Papier gedruckt. Die Chance, Energieversorger zu einer elektronischen Rechnungsstellung in einem für privaten Endkunden lesbaren Format zu bewegen, wäre durch die Verabschiedung der Verordnungsvorlage und den Verzicht auf ein hybrides Rechnungsformat auf fatale Weise vertan. Zudem würde der bestehende Medienbruch aus Drucken, Scannen, Archivieren und Recycling für die kommenden Jahre mit Ausnahme des Bundes zementiert”, erklärt Dirk Heinze. „Vielmehr sollte jetzt die Chance genutzt und die gemeinsamen Bemühungen der Wirtschaft für ein paneuropäisches Rechnungsformat aufgriffen werden. Dieses ist durch seine Universalität und der zu erwartenden Akzeptanz bei den Bürgern der europäischen Gemeinschaft besser geeignet, mehr Einheitlichkeit zu schaffen, als nationale als national Sonderwege anderer Mitgliedsstaaten durch einen deutschen Sonderweg zu bestätigen.”

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Zweites ZUGFeRD ist auf der Koppel

Da es am Bundeswirtschaftsministerium keine Parkplätze gibt, bin ich als passioniertes Landei passend zum Thema mit dem Zug zum FeRD-Plenum gefahren. Wir hatten Großes vor. Denn daraufhin haben wir seit Jahren zugearbeitet. Nach ZUGFeRD 1.0 war nun die Version 2.0 das große Ziel der Energiewirtschaft. Doch es half kein Beschwichtigen oder Relativieren, wenn es eine 2.0 geben soll, dann muss man weiter darauf warten.

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EDNA veröffentlicht ZUGFeRD-Umsetzungsempfehlung für den Energiemarkt

Mit “ZUGFeRD 1.0 für den Energiemarkt” hat der EDNA Bundesverband Energiemarkt & Kommunikation e.V. jetzt in Zusammenarbeit mit FeRD e.V. eine eigene Umsetzungsempfehlung für den Energiemarkt vorgelegt. Dazu hat die EDNA-Projektgruppe ZUGFeRD die allgemeinen Spezifikationen der ZUGFeRD Version 1.0 in den letzten Monaten genau unter die Lupe genommen und festgelegt, wie die spezifischen energiewirtschaftlichen Inhalte eindeutig und widerspruchsfrei auf Basis dieses Standards abgebildet werden können. “Unser Ziel war es, dieses Format kurzfristig für Energierechnungen nutzbar zu machen, um so auch den unregulierten Bereich des Rechnungsaustauschs schnell zu digitalisieren”, erklärt EDNA-Präsident Dirk Heinze, Geschäftsführer der Meine-Energie GmbH und einer der Initiatoren der EDNA-Projektgruppe. Auf Basis der Umsetzungsempfehlung können nun beispielsweise Energieabrechnungen für Endkunden komplett digital erstellt und elektronisch übermittelt werden. “Für den Privatkunden steht die Rechnung dann im gewohnten Layout als PDF-Datei zur Verfügung, die er sich ausdrucken kann. Gewerbekunden können die Daten darüber hinaus direkt in der eigenen Rechnungsprüfung und Buchhaltung weiterverarbeiten oder auch elektronisch an den Steuerberater übermitteln”, beschreibt Dirk Heinze die Vorteile. Kurzfristig können Energieunternehmen so die Zahl der Papierrechnungen spürbar verringern und die damit verbundenen Prozesskosten deutlich senken. Die ZUGFeRD-Umsetzungsempfehlung und die dazugehörige Datenstrukturbeschreibung stehen ab sofort unter www.edna-bundesverband.de zum Download zur Verfügung.

Im ersten Schritt konnten noch nicht alle spezifischen Anforderungen des Energiemarktes abgebildet werden. So muss beispielsweise die Umsetzung der Pflichtangaben aus dem EnWG §40 in Teilen auf spätere Versionen verschoben werden. Für die Endkundenabrechnung spielt dies jedoch nur eine untergeordnete Rolle, da hier die elektronische Verarbeitung primär dem Umsatzsteuerrecht entsprechen muss. Während die Abbildung von Zählpunkten, Stornierungen und Korrekturen über die Umsetzungsempfehlung geregelt werden konnte, gibt es etwa bei den Verbrauchsmengen Einschränkungen. Denn diese können in der aktuellen Version nur an den einzelnen Rechnungspositionen angegeben werden. Die auf Energierechnungen allgemein üblichen und vorgeschriebenen Angaben sind mit der aktuellen ZUGFeRD-Spezifikation nicht abbildbar. “Wie schon bei dieser Umsetzungsempfehlung werden wir auch in Zukunft weiter eng mit dem FeRD e.V. zusammenarbeiten, um auf diesem Wege alle spezifischen Anforderungen des Energiemarkts in die kommenden ZUGFeRD-Versionen einzubringen”, erläutert Dirk Heinze

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EDNA-Umfrage: ZUGFeRD bietet Chancen für die Energiewirtschaft

Die Mehrheit der EDNA-Mitglieder ist der Meinung, dass sich die mit Kundenrechnungen verbundenen Prozesskosten durch ZUGFeRD, dem Format für den elektronischen Rechnungsaustausch, deutlich senken lassen. Dies sagten knapp 80 Prozent der Teilnehmer an einer Umfrage, die der EDNA Bundesverband Energiemarkt & Kommunikation e.V. Ende 2015 durchgeführt hat. 48 Prozent der befragten Unternehmen planen, sich in diesem Jahr mit dem Thema intensiver auseinander zu setzen, 22 Prozent bieten bereits Lösungen an. Vor allem die Software-Anbieter (75 Prozent) gaben an, nicht an diesem Thema vorbeizukommen, aber auch Beratungsangebote spielen mit einem Anteil von 25 Prozent zunehmend eine Rolle. Getrieben wird das Thema derzeit vor allem von der Öffentlichen Verwaltung, wo ZUGFeRD in Deutschland bis 2018 zur Pflicht werden soll. “ZUGFeRD ist sicher kein Ersatz für das EDIFACT-Format INVOIC, das im Rahmen der Marktkommunikation für den Austausch von Netznutzungsentgelt-Rechnungen verwandt wird. Im nichtregulierten Bereich sehen wir allerdings große Potenziale” so Rüdiger Winkler, Geschäftsführer des EDNA Bundesverbands Energiemarkt & Kommunikation e.V. An der Umfrage beteiligten sich knapp die Hälfte der Mitgliedsunternehmen.

Wie hoch der Aufwand für die Anpassung des Formats an die Anforderungen der Versorgungswirtschaft sein wird, wird unterschiedlich beurteilt: 35 Prozent meinen, er sei hoch oder gar sehr hoch, 45 Prozent erwarten einen eher geringeren Aufwand. 20 Prozent gaben an, dies noch nicht einschätzen zu können. 

Die wichtigsten Einsatzfelder von ZUGFeRD sind nach Meinung der EDNA-Mitglieder der Rechnungsaustausch mit der öffentlichen Verwaltung (67 Prozent) sowie der Bereich Kundenabrechnungen (78 Prozent). “Das Ergebnis der Umfrage hat uns in der Einschätzung bestärkt, dass wir uns in diesem Jahr intensiver mit ZUGFeRD auseinandersetzen müssen. Deswegen hat sich bereits im Rahmen der Projektgruppe Geschäftsprozesse ein entsprechender Kreis gebildet. Ziel ist es, im Laufe des Jahres einen Leitfaden für den Einsatz dieses Formats im Versorgungsunternehmen zu erarbeiten”, so Rüdiger Winkler.

* ZUGFeRD steht für “Zentraler User Guide des Forums elektronische Rechnung Deutschland”

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